Cuauhtlatoatzin aus Tenochtitlán ging auf den Tepeyac und erlebte dort ein Wunder. Heute nehmen täglich über 50.000 Menschen den gleichen Weg, um Ähnliches zu erleben.
Zum größten Wallfahrtsort der Welt kommen jährlich rund 20 Millionen Pilger. Er hat eine ganz besondere Geschichte, die mit einem Angehörigen des Volkes der Chichimecca beginnt. Sein Name ist Cuauhtlatoatzin. Er wurde 1474 nahe der mexikanischen Azteken-Metropole Tenochtitlán geboren. 1524 ließ er sich taufen und nannte sich seitdem Juan Diego.
Am 9. Dezember 1531 erschien ihm auf dem Berg Tepeyac die Jungfrau Maria, die ihn bat, auf dem Berg eine Kapelle zu errichten. Sein Bischof glaubte Juan Diego nicht. Drei Tage darauf erschien ihm Maria erneut und beauftragte ihn, dem Bischof die Rosen zu bringen, die er (mitten im Winter) am Hang des Berges finden würde. Juan Diego sammelte die Rosen in seinem Umhang und brachte sie zum Bischof. Als er dort den Umhang öffnete, war statt der Rosen ein Abbild der Muttergottes zu sehen. Sofort gab der Bischof den Bau der Kapelle in Auftrag, neben der Juan Diego bis zu seinem Tod (30. Mai 1548) als Eremit lebte. Die kleine Kapelle wurde später durch eine große Basilika ersetzt, zu Ehren der Jungfrau von Guadalupe.
Juan Diego wurde 1990 selig- und 2002 heiliggesprochen. Er war der erste Heilige der Neuen Welt. Ein besonderer Mann, ein besonderer Ort – 20 Millionen Pilger jährlich können nicht irren.
(Josef Bordat)
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Durch meine evangelische Prägung finde ich Maria superklasse, habe allerdings mit Erscheinungen von Maria doch Schwierigkeiten. Speziell im Kontext allerdings geschichtlich interessant. -
Das geht mir übrigens ähnlich, wenn christliche Schriftsteller, die ich sonst ganz gut finde, plötzlich berichten, sie hätten mit Abraham oder sonst wem Toten gesprochen. Ich kriege da immer so "spiritistische Gefühle".
Im alten Testament gibt es ja eine Stelle, wo Samuel nochmals kommt. Aber dieser Zusammenhang scheint mir eher negativ belegt zu sein. Wie bewertest du diese Bibelstelle? Ich möchte uns an dieser Stelle nicht bewegen, dass wir speziell zu Maria einen "Wettkampf" geginnen. Das mit der Samuel-Stelle fände ich recht interessant.
In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch der Text interessant, wo Jesus auf dem Berg der Transformation Elia, etc. begegnet. Ist das ein Unterschied zu der Samuelstelle. Wie ist es überhaupt mit solchen mir sehr fremden Phänomen, biblisch gesehen?